Kirchengemeinde Ottensoos https://pfarramt-ottensoos.de Evang. Luth. Kirchengemeinde Ottensoos Sun, 31 May 2026 18:15:14 +0000 de hourly 1 Wiedereinweihung St. Veit https://pfarramt-ottensoos.de/2026/06/wiedereinweihung-st-veit/ Sun, 31 May 2026 22:51:26 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13801

Großer Festtag am Palmsonntag Zur Veitshymne, sozusagen dem Mottolied der Kirchensanierung, zogen Dekan Schäfer, Pfarrer Kessel, der Kirchenvorstand und beteiligte Planer und Handwerker durch das Blumenspalier des Kinderhauses Regenbogen in die Kirche ein. Das war für alle ein sehr bewegender Moment. Flotte Lieder hatten die Kinder für die Gemeinde angestimmt, bevor sie in den Kindergottesdienst entlassen wurden. Welche Aufgaben waren im […]]]>

Großer Festtag am Palmsonntag

Zur Veitshymne, sozusagen dem Mottolied der Kirchensanierung, zogen Dekan Schäfer, Pfarrer Kessel, der Kirchenvorstand und beteiligte Planer und Handwerker durch das Blumenspalier des Kinderhauses Regenbogen in die Kirche ein. Das war für alle ein sehr bewegender Moment.

Flotte Lieder hatten die Kinder für die Gemeinde angestimmt, bevor sie in den Kindergottesdienst entlassen wurden.

Welche Aufgaben waren im vergangenen Jahr zu bewältigen?

Das stellten Andrea Falkner und Birgit Lehmeier in einem launigen Dialog vor Augen. Der eigentlichen Sanierung gingen schon Planungen, Schadensaufnahmen und Anträge zur finanziellen Unterstützung bei den verschiedensten möglichen Geldgebern voraus. Damit war schon der vorherige Kirchenvorstand gut beschäftigt gewesen.

Nach der Konfirmation 2025 ging es dann richtig los und der Bauausschuss mit Pfr. Kessel, Architekt Manfred Hofmockel, Kirchenpflegerin Dagmar Schienhammer und den Kirchenvorsteherinnen Andrea Falkner und Nadine Luber trafen sich regelmäßig, oft wöchentlich, um die anstehenden Arbeiten zu besprechen und mit den Handwerkern zu koordinieren.

Drei große Bereiche standen an:

  • die Ausbesserungen an den vielen teilweise morschen Dachbalken
  • das Verfugen von Rissen im Mauerwerk und das Verhindern des Auseinanderdriftens der Mauern durch das Einfügen von Nadelankern
  • die Bekämpfung des Salpeters im Mauerwerk und das anschließende Streichen. Hierbei war es besonders zeitraubend, dass die alte Dispersionsfarbe komplett abgekratzt werden musste.

Dazu kamen die kleineren Arbeitsbereiche, neue sparsame LED-Lampen, eine neue Verstärker- und Schließanlage, WLAN, ein Windfang aus Glas und die Informationswand hinten beim Eingang.

Nicht alles war bei der Wiedereinweihung schon fertig.

Zu allen diese Erläuterungen stellte Ute Pürkel biblische Parallelen her, die häufig aus dem Bericht über den Tempelbau Salomos stammten. Bei den Aufgaben aus dem Bereich Elektrik gelangen aus bekannten Gründen natürlich keine biblischen Parallelen.

Ganz wichtig war es dem Vorbereitungsteam des Gottesdienstes auch allen zu danken, die zum Gelingen beigetragen hatten, allen voran natürlich den Handwerksbetrieben aber auch allen, die durch finanzielle oder zeitliche Unterstützung dabei beteiligt waren, dass es gelungen war, in der relativ kurzen Zeit von etwas über einem Jahr die angestrebte Summe von 100 000 € für die Sanierung zu sammeln, das waren einerseits viele, viele Spenden aber auch das Kirchgeld, das dem Zweck gewidmet wurde.

Besonders eindrucksvoll war die „Hymn“ von Barclay James Harvest , die Martin Wagner mit den Chören, Harald Braun an der Orgel, Pfr. Kessel und Gerhard Schlagbaum an den Gitarren, Percussion mit Otto Fürsattel sowie einigen Bläsern des Posaunenchors zu einem Gesamtgemeinde-Musikstück vereint hatte, so dass nach Aussage einer Gottesdienstbesucherin sogar die Empore bebte.

Dekan Tobias Schäfer hielt die Festpredigt und legte die Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“ an diesem Festtag aus. Es erscheint so, als wäre die Losung speziell für die Ottensooser ausgesucht worden!

Außerdem nahm er gemeinsam mit Pfr. Kessel eine Weihehandlung vor und wünschte, dass die Kirche St. Veit auch weiterhin das geistliche Zentrum des Dorfes bleibt und Menschen bei wichtigen Lebensabschnitten begleitet.

Im Anschluss wurde noch zum Kirchenkaffee geladen und viele ließen sich einladen, auch um die Bilderausstellung mit Informationen zu Sanierung und Vorher-Nachher-Aufnahmen zu sehen.

Wer wollte, konnte auch noch eine Kirchenführung machen und sich z.B. von dem instand gesetzten Gebälk am Dach überzeugen.

Natürlich steht und fällt ein Festgottesdienst auch mit der Musik und so war es wunderbar, dass neben dem Posaunenchor und dem Frauensingkreis auch der Männergesangverein, der kein kirchlicher Chor ist, wieder seine Bereitschaft zugesagt hatte, bei dieser wichtigen Begebenheit dabei zu sein.

Dieser Festtag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben!

Wie sagte Pfarrer Kessel zur Begrüßung: Alle paar 60 Jahre gibt es so eine Aufgabe. Die letzte Sanierung war 1962 gewesen!

Bildnachweis: Huth

]]>
Auf ein Wort https://pfarramt-ottensoos.de/2026/06/alles-wird-neu-2/ https://pfarramt-ottensoos.de/2026/06/alles-wird-neu-2/#respond Sun, 31 May 2026 22:17:12 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13787 Albrecht Kessel

Geistliches Zentrum – Geist im Zentrum Die Kirchensanierung kostet viel Arbeits- und Finanzkraft, das ist ganz klar festzuhalten. Wer eine Kirche in der Größenordnung erhalten will, um sie als religiöses Zentrum zur Verfügung zu stellen, der muss investieren. Das bedeutet aber auch, dass für andere Dinge kein Geld zur Verfügung steht und die Arbeitskraft nicht für alle Ideen und Aufgabenfelder frei ist. Um es auf den kurzen […]]]>
Albrecht Kessel

Geistliches Zentrum – Geist im Zentrum

Die Kirchensanierung kostet viel Arbeits- und Finanzkraft, das ist ganz klar festzuhalten. Wer eine Kirche in der Größenordnung erhalten will, um sie als religiöses Zentrum zur Verfügung zu stellen, der muss investieren. Das bedeutet aber auch, dass für andere Dinge kein Geld zur Verfügung steht und die Arbeitskraft nicht für alle Ideen und Aufgabenfelder frei ist. Um es auf den kurzen Nenner zu bringen: Investition in Stein gegen Investition in Geist.

Die Frage, die die Landeskirche gerade stellt ist, welche Gebäude wollt ihr erhalten? Alle können wir nicht mehr finanzieren. Die Antwort ist meistens: auf die Kirche wollen wir nicht verzichten. Weil wir so viele und intensive Erlebnisse mit ihr verbinden, weil sie unsere Glaubensheimat ist, weil sie ein besonderer Raum ist. Deshalb haben wir auch so viel in die St. Veitkirche investiert und freuen uns, wenn ein Gottesdienst gelingt, bei dem Groß und Klein ihre Freude haben, wie man auf dem Titelfoto sehen kann. Und wir wissen, dass die nächsten Jahrzehnte dieses Gebäudes gesichert sind.

Auf der anderen Seite garantiert so ein Steingebilde nicht, dass sich in ihr auch etwas regt. Es gibt ja auch Steine, die einengen und abtöten, was eigentlich wachsen will.

Deshalb finde ich Pfingsten so gut. Dieser Feiertag erinnert uns daran, dass nicht alles planbar, lenkbar ist und immer ordnungsgemäß abläuft. Der Heilige Geist weht bekanntlich, wo er will. Und er weht nicht immer dort, wo ich es will. Und umgekehrt kann er wehen, wo ich es nicht erwartet habe. Das weist darauf hin, dass wir uns zwar ein Bild von Gott machen (er macht alles gut), aber das Bild muss nicht stimmen. Denn das Leben kann auch schlecht laufen. Mir kommt nicht immer Liebe entgegen. Gott ist und bleibt für uns unverfügbar. Deshalb ist das andere Bild so wichtig: der Geist weht, wo er will.

Und dann kann es passieren, dass sich nach längerer Zeit plötzlich junge Menschen melden, die Lust haben, eine Gruppe für Jüngere anzubieten. Das hatte niemand geplant oder gelenkt. Da hat niemand gefragt. Es kam einfach auf und alle haben dankbar Ja gesagt.

Das bedeutet nicht, dass wir nichts anbahnen oder lenken müssten. Pfingsten bedeutet, dass wir keine Garantie haben, dass alles so läuft, wie wir das gerne hätten. Aber Pfingsten bedeutet sehr wohl, dass wir darauf vertrauen dürfen, dass manches kommt, was so unerwartet und überraschend ist. Um dann zuzugreifen, es anzunehmen, dankbar zu sein.

Ein frohes Pfingstfest wünscht Ihnen
Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer

]]>
https://pfarramt-ottensoos.de/2026/06/alles-wird-neu-2/feed/ 0
Auf ein Wort https://pfarramt-ottensoos.de/2026/04/kirche-st-veit/ https://pfarramt-ottensoos.de/2026/04/kirche-st-veit/#respond Tue, 31 Mar 2026 22:45:45 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13764 Albrecht Kessel

Das religiöse Zentrum von Ottensoos! Mit diesem Schlagwort haben wir bei den Fördergeldgebern geworben, um unsere St. Veit-Kirche wieder fit für die nächste Generation zu machen. Aber ist es ein religiöses Zentrum, wenn nicht so viele Menschen den Weg hinauf finden, sondern die Kirche eher aus dem Abstand heraus betrachten? Sich an Heilig Abend mit „und einen guten Rutsch, wir freuen uns auf Ostern“ verabschieden? […]]]>
Albrecht Kessel

Das religiöse Zentrum von Ottensoos!

Mit diesem Schlagwort haben wir bei den Fördergeldgebern geworben, um unsere St. Veit-Kirche wieder fit für die nächste Generation zu machen. Aber ist es ein religiöses Zentrum, wenn nicht so viele Menschen den Weg hinauf finden, sondern die Kirche eher aus dem Abstand heraus betrachten? Sich an Heilig Abend mit „und einen guten Rutsch, wir freuen uns auf Ostern“ verabschieden?

Bei der Einweihung ist natürlich viel geboten. „Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.“ So sagt das Jesus im Lukasevanglium. Nicht über unsere Wiedereinweihung von St. Veit, sondern über Gottes Reich, das überall dort anfängt, wo wir uns mit Gott und seiner schöpferischen Kraft verbinden. Aber das ist genau der Punkt: wo sind wir verbunden, wo docken wir an die große Liebesmacht des „Schöpfers aller Dinge“ an?

Da fange ich nicht außen an, sondern in meinem Inneren. Wo spüre ich eine große Verbundenheit? Im Herzen? Im Geist? In meinem Selbst? Hier bin ich meinem Gott ganz nahe. Denn er hat sich ja so klein gemacht, dass er in die Welt kommen konnte, also auch zu mir kleinem Menschen.

Aber manchmal brauche ich eine besondere Umgebung, um mich verbunden zu fühlen. Das kann tatsächlich der Wald sein. Oder eben ein spirituelles Gebäude wie die Kirche. Bei der Sanierung von St. Veit sind wir vom Bauausschuss in alle Winkel bis unters Dach gekrabbelt und haben gesehen, wie besonders das ehrwürdige Gebäude ist. Ehrwürdig, weil es schon viel ausgehalten hat und vielen Menschen als religiöses Zentrum gedient hat. Generationen wurden hier getauft, konfirmiert, getraut und auch betrauert. Hier haben ganze Familien die Fest-Gottesdienste mitgefeiert. Hier steckt eine hohe emotionale Bindung zwischen den Mauern. Und eben eine intensive Möglichkeit mit Herz, Geist und allen Sinnen anzudocken. Und seinen eigenen Weg der Spiritualität zu finden, um sich mit der schöpferischen Kraft zu verbinden.

Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer

]]>
https://pfarramt-ottensoos.de/2026/04/kirche-st-veit/feed/ 0
Auf ein Wort https://pfarramt-ottensoos.de/2026/02/alles-wird-neu/ https://pfarramt-ottensoos.de/2026/02/alles-wird-neu/#respond Sat, 31 Jan 2026 23:04:53 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13680 Albrecht Kessel

Alles wird neu! Mit dieser Jahreslosung sind wir gestartet und es fühlt sich großartig an! Die Kirchensanierung muss noch innen fertig werden. Jetzt ist Eile angesagt, denn wir wollen Ende März kurz vor Ostern die Wiedereinweihung feiern. Und es gibt schon noch einiges zu tun. Aber Ostern und Konfirmation sollen unbedingt in der Kirche stattfinden, […]]]>
Albrecht Kessel

Alles wird neu!

Mit dieser Jahreslosung sind wir gestartet und es fühlt sich großartig an! Die Kirchensanierung muss noch innen fertig werden. Jetzt ist Eile angesagt, denn wir wollen Ende März kurz vor Ostern die Wiedereinweihung feiern. Und es gibt schon noch einiges zu tun. Aber Ostern und Konfirmation sollen unbedingt in der Kirche stattfinden, also setzen wir alles daran, dass es klappt. Zumindest im Großen und Ganzen. Kleinigkeiten können natürlich noch nachgearbeitet werden. Auf der Spendenuhr ist unser erstes Ziel von 100.00 Euro bald erreicht, nur noch eine kleine Fläche ist übrig; wenn die Kirche fertig ist, werden wir in der Abrechnung sehen, was wir noch zusätzlich beisteuern müssen.

Alles wird neu! Aber natürlich stimmt das so nicht. Wir stellen die Kirche wieder her, damit wir sie die nächsten Jahrzehnte weiterhin gut als spirituelles Zentrum nutzen können. Dachgebälk und Mauern sind wieder gefestigt. Aber es wird sich nicht so viel verändern. Vor allem im Eingangsbereich gibt es eine Auflockerung. In neue Technik mit Licht und Ton wird investiert. Aber der Blick in die Kirche bleibt der gleiche. Für die einen eine gute Nachricht, andere werden es bedauern.

Auf der anderen Seite ist der Kirchenvorstand mit den neuen Strukturen beschäftigt. Wir schließen uns immer weiter in der Region zusammen und wir werfen auch darüber hinaus noch einen Blick, da sich die Rahmenbedingungen in unserer Landeskirche so schnell verändern. Also doch alles neu? Ich denke, im Vertrauen auf den Gott, der das sagt, lassen wir so manches los, was uns bisher begleitet hat, um zu sehen, was davon bleibt und was sich verändert und zu etwas Neuem wird. Alt ist manchmal vertraut und bodenständig, manchmal überholt und nicht mehr von dieser Welt. Neu ist manchmal genau richtig und zukunftsfähig, manchmal zu viel oder führt nicht weiter. Es geht darum, sich dem anzuvertrauen, der das sagt: Siehe ich mache alles neu. Es braucht manchmal die Veränderung, um das zu behalten, wie es war; und es braucht den Blick für das, was bleiben soll, um den Weg weiter gehen zu können.
Das wird uns nicht nur in diesem Jahr begleiten.

Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer

]]>
https://pfarramt-ottensoos.de/2026/02/alles-wird-neu/feed/ 0
6 Tage Slowenien https://pfarramt-ottensoos.de/2026/02/6-tage-slowenien/ https://pfarramt-ottensoos.de/2026/02/6-tage-slowenien/#respond Sat, 31 Jan 2026 23:03:47 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13689

Historische und christliche Städte und Stätten. Reise für Schönberg – Reichenschwand – Ottensoos, Reisezeit: 07.09. – 12.09.2026    ]]>

Historische und christliche Städte und Stätten.

Reise für Schönberg – Reichenschwand – Ottensoos,

Reisezeit: 07.09. – 12.09.2026

 

 

]]>
https://pfarramt-ottensoos.de/2026/02/6-tage-slowenien/feed/ 0
Auf ein Wort https://pfarramt-ottensoos.de/2025/12/advent/ https://pfarramt-ottensoos.de/2025/12/advent/#respond Mon, 01 Dec 2025 20:15:31 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13670 Albrecht Kessel

Und schon ist er da, der erste Advent. Das Bild auf der Titelseite des Kirchenboten zeigt vermeintlich unsere renovierte Kirche. Leider ist der Innenraum der Kirche noch auf Christo-Art verhüllt und kann weder im Advent noch an Weihnachten genutzt werden. Wir hoffen mit der Fertigstellung jetzt auf Ostern. Aber der Weihnachtsschmuck macht sich gut in der […]]]>
Albrecht Kessel

Und schon ist er da, der erste Advent.

Das Bild auf der Titelseite des Kirchenboten zeigt vermeintlich unsere renovierte Kirche. Leider ist der Innenraum der Kirche noch auf Christo-Art verhüllt und kann weder im Advent noch an Weihnachten genutzt werden. Wir hoffen mit der Fertigstellung jetzt auf Ostern. Aber der Weihnachtsschmuck macht sich gut in der Kirche und erinnert uns an den Advent.

Was bedeutet der Advent für Sie, für dich? Bedeutet er viel Arbeit, weil viel vorbereitet werden muss für die diversen Weihnachtsfeiern, für das Weihnachtsfest, für die darzubietenden Köstlichkeiten? Bedeutet er Hektik, weil noch geplant und eingekauft werden muss?

Bedeutet er Langeweile, weil zwar andere viel zum Feiern fort sind, aber ich alleine zu Hause sitze und niemand zu mir kommt? Was bedeutet der Advent für mich?

Der Advent bedeutet eine Zeitspanne, in der wir uns vorbereiten. Und das kann sehr unterschiedlich aussehen. Für die einen bedeutet das, sich genau zu überlegen, was dem anderen denn gefallen könnte, mit was er viel anfangen kann, was er sich aber selbst nicht gönnen würde. Für andere bedeutet das, schon mit Freunden und Bekannten zusammenzukommen, mal entspannt zu reden über Dinge, die gut gelungen sind, die Freude ins Leben bringen.

Und für manche bedeutet es, noch zu Ende zu bringen, was das Jahr über offen blieb und endlich einen Abschluss braucht.

Einerseits jammere ich gerne über den Advent und den Stress und die Notwendigkeiten; andererseits bietet der Advent eine wundervolle Chance: sich vier Wochen lang mit dem Fest der Liebe innerlich zu verbinden und die inneren Verknüpfungen zu mir lieben Menschen zu finden. Die Liebe zu meditieren, die wir ohne unser Zutun empfangen dürfen, einfach, weil wir Geschöpfe sind.

Auch wenn oft viel zu tun ist in dieser Zeitspanne Advent, wir dürfen immer wieder einen Augenblick nehmen, in dem wir dem nachspüren: der Liebe, der Verbundenheit allen Lebens, des Angenommenseins.

Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer

]]>
https://pfarramt-ottensoos.de/2025/12/advent/feed/ 0
Benefizkonzert Frauensingkreis + Posaunenchor + Männergesangverein https://pfarramt-ottensoos.de/2025/11/benefizkonzert/ https://pfarramt-ottensoos.de/2025/11/benefizkonzert/#respond Mon, 03 Nov 2025 20:13:18 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13659

Benefizkonzert mit Frauensingkreis, Posaunenchor und Männergesangverein Samstag, 8.11.2025 um 19:00 Uhr in der Mehrzweckhalle Ottensoos]]>

Benefizkonzert

mit Frauensingkreis, Posaunenchor und Männergesangverein

Samstag, 8.11.2025 um 19:00 Uhr in der Mehrzweckhalle Ottensoos


]]>
https://pfarramt-ottensoos.de/2025/11/benefizkonzert/feed/ 0
Theaterspiel wird verschoben https://pfarramt-ottensoos.de/2025/10/theaterspiel-wird-verschoben/ https://pfarramt-ottensoos.de/2025/10/theaterspiel-wird-verschoben/#respond Thu, 02 Oct 2025 11:47:51 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13524

Leider müssen die für 2025 geplanten Aufführungen des Theaterspieles „The golden five“ verletzungsbedingt verschoben werden.]]>

Leider müssen die für 2025 geplanten Aufführungen des Theaterspieles

„The golden five“

verletzungsbedingt verschoben werden.

]]>
https://pfarramt-ottensoos.de/2025/10/theaterspiel-wird-verschoben/feed/ 0
Pilgern auf dem Jakobsweg https://pfarramt-ottensoos.de/2025/10/pilgern-auf-dem-jakobsweg/ Wed, 01 Oct 2025 18:41:00 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13551

  Interview mit Jürgen Lassauer – einem langjährigen Jakobsweg-Pilger aus Ottensoos Was hat dich dazu bewegt, dich auf den Jakobsweg zu machen? Welche Etappe war deine erste und wie waren deine ersten Erfahrungen? Wie viele Etappen bist du gegangen, in welchem Zeitrahmen? Was hast du im Lauf der Zeit dazugelernt? Welche Etappe war für dich am eindrücklichsten und warum? […]]]>

 

Interview mit Jürgen Lassauer – einem langjährigen Jakobsweg-Pilger aus Ottensoos

Was hat dich dazu bewegt, dich auf den Jakobsweg zu machen?

Mein Arbeitskollege, der sehr christlich geprägt war, sprach darüber, dass er pilgern wolle, worüber ich zunächst gelacht habe. Aber irgendwie hat mich der Gedanke nicht losgelassen und ich wollte es einfach mal ausprobieren. Tatsächlich habe ich dann früher mit dem Pilgern begonnen als er.

Welche Etappe war deine erste und wie waren deine ersten Erfahrungen?

Meine erste Etappe war von Nürnberg/ Stein nach Rothenburg. Damals war ich noch im Arbeitsprozess und konnte nur drei Tage am Stück pilgern. Meine erste Übernachtung war bei einem Ehepaar in Leutershausen. Am Morgen verabschiedete mich die Frau mit einem Reisesegen. Das war für mich sehr eindrücklich und wir blieben noch lange in schriftlichem Kontakt z.B. mit einem Weihnachtsgruß. Mir wurde auch bewusst, wie wenig Kilometer man in einer Stunde schafft. Man muss sich auch konzentrieren, nichts zu vergessen z.B. den Pilgerstab, weil man sonst zurücklaufen muss.

Wie viele Etappen bist du gegangen, in welchem Zeitrahmen?

(Sieht auf den Einkerbungen seines Pilgerstabes nach) 2010 bis 2015 war ich immer drei Tage unterwegs, weil ich noch gearbeitet habe.
Ab 2016 war ich dann immer 2-3 Wochen unterwegs, je nach Laune. Mittlerweile hatte ich auch schon die französische Grenze erreicht und da wäre es von der Anreise her nicht mehr sinnvoll gewesen so kurz zu pilgern. Seitdem war ich jedes Jahr unterwegs.

Was hast du im Lauf der Zeit dazugelernt?

Wichtig ist es möglichst wenig mitzunehmen, mit Wasser sollten es nicht mehr als 8 kg sein, dann macht es auch Spaß.

Ich habe durch das Pilgern eine positive Einstellung zum Leben gewonnen nach dem Motto: „Alles wird gut.“ Obwohl ich ganz wenig voraus buche und ich auch schon schwierige Situationen erlebt habe, ist am Ende das Tages immer alles gut geworden.

Welche Etappe war für dich am eindrücklichsten und warum?

Als ich in der Auvergne im Aubrac-Gebirge war, erlebte ich eine fast menschenleere Landschaft mit Osterglockenfeldern und einer traumhaften Natur. Da fühlte ich mich der Schöpfung ganz besonders nah!

An welches Erlebnis erinnerst du dich besonders gerne?

Vieles Schöne habe ich im letzten Jahr auf der zwischenmenschlichen Ebene im Baskenland erlebt. Einen Pilgerkollegen habe ich durch Zufall wieder getroffen. Wir hatten ein tolles Quartier und er spielte frühmorgens bei Sonnenaufgang vom Handy „Morning has broken“, das fand ich nicht so passend. Aber es wurde viel besser, als wir selbst sangen. An diesem Tag schloss sich uns eine Frau aus Erfurt an, die im Kirchenchor singt. Wir kamen an eine Kirche, die um einen großen Fels herumgebaut ist, der Ort allein ist schon kultisch. Ich habe immer ein Liedblatt aus Ottensoos dabei, wobei ich eigentlich immer alleine singe, weil ich nur ein Brummer bin. Aber da haben wir zu dritt „Morgenlicht leuchtet“ gesungen und das war für mich so unglaublich bewegend.

Ich habe während des Pilgerns auch so oft Hilfe von oben bekommen!

Einmal saß ich bei einem kühlen Radler in einem Ort, als die Dorfgendarmerie aus dem vorherigen Ort mit Tatütata gefahren kam und mich fragte ob ich Pilger sei und das meine Papiere seien. Die hatte ich im dortigen Laden liegenlassen und die beiden Gendarmen hatten sich gleich auf den Weg gemacht. Zwei Stunden später hatte ich eine Mitfahrgelegenheit Richtung Heimat vereinbart, also wäre mir nicht allzu viel Zeit zum Suchen geblieben.

Welches Erlebnis war das Schwierigste?

Einmal war es schon 16 Uhr abends und ich war schon sehr geschafft. Ich wusste, ich hatte noch fünf Kilometer zu laufen und wollte durch den Wald abkürzen. Der war sehr dicht und ich bahnte mir eine Schneise, bis ich auf einen Weg kam, den einzigen weit und breit, dem ich noch mal zwei Stunden folgte. Leider in die falsche Richtung. Da kam eine junge Frau auf dem Mountainbike – für mich wie ein Engel – und ich konnte mich trotz rudimentärer Sprachkenntnisse verständlich machen. Sie veranlasste dann, dass mich die Nachbarin meiner Zimmerwirtin für die kommende Nacht abholte.

Wie waren deine Kontakte zu anderen Pilger/innen?

Die waren durchwegs positiv und ich habe viele Kontakte geschlossen. Bei den Pilgern herrscht ein Miteinander wie in einer großen Familie. Ich gehe gern auf Menschen zu und spreche sie sehr intuitiv an. Ich glaube sie merken meine Offenheit und dann sind sie auch offen zu mir. Auch zu vielen Einheimischen hatte ich trotz der Sprachbarriere guten Kontakt. Wenn man durchnässt durch Starkregen ankommt und aus dem Haus heraus tönt: „Komm rein, Jürgen, hier gibt‘s warmen Glühwein“ – dann geht einem doch das Herz auf.

Bist du immer in Pilgerunterkünften untergekommen und wie muss man sich diese vorstellen?

In Deutschland sind es Gasthöfe, aber in Frankreich sind es nur Unterkünfte auf privater Basis, auf Bauernhöfen oder bei Rentnern, die gerne Menschen aufnehmen. Selten war ich auch in Klöstern, wo es immer besonders schön war wegen der spirituellen Kontakte und den Gottesdiensten.

Es gibt ein kleines Büchlein mit Adressen und vor dem Abend kann man dort anrufen. Wenn es nicht klappt, wird einem weitergeholfen. In einem Ort bei der Touristinfo bekam ich den Tipp, dass es im Nachbarort ein verfallenes Pfarrhaus gibt, wo ich dann übernachten konnte und es kam auch jemand, der mir aufgesperrt hat. In Frankreich sind die Kosten gering, für 15€ bekommt man eine Übernachtung und für noch mal 15€ ein leckeres Drei-Gänge-Menü, einschließlich freudiger Gesänge und einem Abendgebet. An Feiertagen wurde ich auch in die Familie samt Verwandtschaft aufgenommen. In Spanien sind die Unterkünfte alle ehrenamtlich auf Spendenbasis.

Hat sich das Pilgern im Lauf der Jahre verändert?

Das Smartphone hat auch beim Pilgern Einzug gehalten. Das ist einerseits positiv, weil man keine schweren Karten mehr mitnehmen muss. Es gibt auch eine Santiago-App, die sehr gut funktioniert. Hier kann man Entfernungen und Höhenunterschiede einsehen, allerdings geht dadurch auch ein Stückweit das Abenteuer verloren. Immer wieder buchen Pilger ein Quartier und kommen dann doch nicht, weil sie nicht so weit oder weiter gekommen sind. Da sie nicht immer absagen, ist das für die Herbergseltern ärgerlich, weil sie vielleicht einem andern Pilger abgesagt haben.

Was bedeutete dir das Alleinsein auf dem Weg?

Ich komme da wunderbar zu mir. Keiner zupft mich am Ärmel und will etwas von mir. Ich kann über vieles nachdenken, was mir daheim nicht so gelingt. Ich erlebe die Natur und bekomme ständig neue Eindrücke. Angst kann ich überwinden, die nämlich schon da ist, daheim ist doch alles viel sicherer.

Welche Pilgerziele hast du für die Zukunft?

Vom 01.-18.September 2025 werde ich in Spanien meine vorletzte Etappe laufen und im nächsten Jahr hoffe ich auf den Abschluss in Santiago de Compostela.

Ich habe auch schon ein neues Ziel vor Augen: den alten Kammweg nach Osten über das Vogtland, Erzgebirge und Elbsandsteingebirge bis zur Schneekoppe an der polnisch-tschechischen Grenze. Das sind etwa 850 km

.

Welche Tipps würdest du jemandem geben, der sich auf den Weg machen will?

Man sollte nicht wie ich gleich versuchen mit 30 bis 40 km anzufangen, sondern sich langsam herantasten, damit es keine Blasen gibt. Bestimmt ist es auch gut, in Deutschland anzufangen und die Gasthöfe zu reservieren. Natürlich ist auch wenig Gepäck wichtig.

Es ist gut offen zu sein für die wunderschöne Natur aber auch dafür, andere Mentalitäten kennenzulernen. Dass es landestypisch oft lockerer zugeht als bei uns, kam mir persönlich sehr entgegen.

Und wie ist es, wenn man wieder heimkommt?

Wenn man drei Wochen nur zu Fuß unterwegs ist, dann ist mir alles immer erst zu schnell, v.a. das Autofahren, aber ich bin durchaus auch dankbar, dass es wieder so einfach ist, z.B. etwas einzukaufen oder so bequem nach Reichenschwand zu kommen. Die Dankbarkeit ist nach dem Pilgern sehr groß!

Wir bedanken uns für diese großartigen Eindrücke aus erster Hand!

Bildnachweis: Lassauer

]]>
Auf ein Wort https://pfarramt-ottensoos.de/2025/10/erntedank/ https://pfarramt-ottensoos.de/2025/10/erntedank/#respond Wed, 01 Oct 2025 18:30:56 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13534 Albrecht Kessel

Wen ich durch unseren Garten gehe, wachsen mir die reifen Früchte manchmal quasi in den Mund. Die Zibberla fallen reif herunter und werden zu einem Benefizessig für die Kirchensanierung verarbeitet. Die Weintrauben biegen die Reben am Pfarrhaus tief herab und schmecken zu Käse wunderbar. Die Pfirsiche fallen mit roten Bäckchen herunter und geben einen guten Nachtisch. Die Zwetschgen werden von Baum zu Baum unterschiedlich nacheinander reif und […]]]>
Albrecht Kessel

Wen ich durch unseren Garten gehe, wachsen mir die reifen Früchte manchmal quasi in den Mund. Die Zibberla fallen reif herunter und werden zu einem Benefizessig für die Kirchensanierung verarbeitet. Die Weintrauben biegen die Reben am Pfarrhaus tief herab und schmecken zu Käse wunderbar. Die Pfirsiche fallen mit roten Bäckchen herunter und geben einen guten Nachtisch. Die Zwetschgen werden von Baum zu Baum unterschiedlich nacheinander reif und geben einen wunderbaren Pflaumenkuchen, natürlich mit Sahne zu genießen.

Ich gebe zu, dass ich es nicht immer rechtzeitig schaffe, die wundervolle Ernte einzubringen, das schaffen unsere Landwirte perfekt. Aber sie leben auch von den Erträgen. Wenn im Garten Früchte überreif werden und von verschiedenen Tieren gegessen werden (und der Igel ist auch immer in der Dämmerung unterwegs), dann empfinde ich das nicht als Verschwendung von Lebensmitteln, sondern sehe auch hier einen Kreislauf am Werk. Unser Ökosystem lebt davon.

Auf den Feldern ist fast alles eingebracht, beim Schreiben der Zeilen steht noch der Mais auf kurzen Stengeln am Acker. In diesem Jahr gab es den Regen zur falschen Zeit, der Mais wurde dadurch ausgebremst. Auf der anderen Seite haben wir auf der Exkursion der Herbstzeitlose mit Landwirtschaftsdirektor a. D. Werner Wolf vom Tabakbauern im Kammersteiner Land gehört, dass es sich für diese Pflanze gut ergeben hatte. Für die Landwirte ist die Erntezeit immer eine stressige Zeit, denn es darf auf den letzten Metern mit dem Wetter nichts mehr schief gehen. Ich weiß, dass die Bauernfamilien sehr dankbar sind, wenn alles gut gegangen ist und sie die Früchte ihrer Arbeit von einem Jahr sehen.

Wir reden oft von Dankbarkeit. Ich finde aber, dass wir nicht oft genug die Dankbarkeit zum Ausdruck bringen können. Zwischen vielen Dingen, die problematisch sind oder uns den Wind aus den Segeln nehmen, gibt es so viel, wofür wir dankbar sein können. Erntedank ist eine gute Gelegenheit, sich Gedanken zu machen und festzuhalten: dafür bin ich Gott dankbar in meinem Leben.

Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer

]]>
https://pfarramt-ottensoos.de/2025/10/erntedank/feed/ 0