Advent – Kirchengemeinde Ottensoos https://pfarramt-ottensoos.de Evang. Luth. Kirchengemeinde Ottensoos Sun, 28 Jun 2026 13:49:45 +0000 de hourly 1 Auf ein Wort https://pfarramt-ottensoos.de/2025/12/advent/ Mon, 01 Dec 2025 20:15:31 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13670 Albrecht Kessel

Und schon ist er da, der erste Advent. Das Bild auf der Titelseite des Kirchenboten zeigt vermeintlich unsere renovierte Kirche. Leider ist der Innenraum der Kirche noch auf Christo-Art verhüllt und kann weder im Advent noch an Weihnachten genutzt werden. Wir hoffen mit der Fertigstellung jetzt auf Ostern. Aber der Weihnachtsschmuck macht sich gut in der […]]]>
Albrecht Kessel

Und schon ist er da, der erste Advent.

Das Bild auf der Titelseite des Kirchenboten zeigt vermeintlich unsere renovierte Kirche. Leider ist der Innenraum der Kirche noch auf Christo-Art verhüllt und kann weder im Advent noch an Weihnachten genutzt werden. Wir hoffen mit der Fertigstellung jetzt auf Ostern. Aber der Weihnachtsschmuck macht sich gut in der Kirche und erinnert uns an den Advent.

Was bedeutet der Advent für Sie, für dich? Bedeutet er viel Arbeit, weil viel vorbereitet werden muss für die diversen Weihnachtsfeiern, für das Weihnachtsfest, für die darzubietenden Köstlichkeiten? Bedeutet er Hektik, weil noch geplant und eingekauft werden muss?

Bedeutet er Langeweile, weil zwar andere viel zum Feiern fort sind, aber ich alleine zu Hause sitze und niemand zu mir kommt? Was bedeutet der Advent für mich?

Der Advent bedeutet eine Zeitspanne, in der wir uns vorbereiten. Und das kann sehr unterschiedlich aussehen. Für die einen bedeutet das, sich genau zu überlegen, was dem anderen denn gefallen könnte, mit was er viel anfangen kann, was er sich aber selbst nicht gönnen würde. Für andere bedeutet das, schon mit Freunden und Bekannten zusammenzukommen, mal entspannt zu reden über Dinge, die gut gelungen sind, die Freude ins Leben bringen.

Und für manche bedeutet es, noch zu Ende zu bringen, was das Jahr über offen blieb und endlich einen Abschluss braucht.

Einerseits jammere ich gerne über den Advent und den Stress und die Notwendigkeiten; andererseits bietet der Advent eine wundervolle Chance: sich vier Wochen lang mit dem Fest der Liebe innerlich zu verbinden und die inneren Verknüpfungen zu mir lieben Menschen zu finden. Die Liebe zu meditieren, die wir ohne unser Zutun empfangen dürfen, einfach, weil wir Geschöpfe sind.

Auch wenn oft viel zu tun ist in dieser Zeitspanne Advent, wir dürfen immer wieder einen Augenblick nehmen, in dem wir dem nachspüren: der Liebe, der Verbundenheit allen Lebens, des Angenommenseins.

Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer

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Auf ein Wort https://pfarramt-ottensoos.de/2023/12/licht-der-welt/ Fri, 01 Dec 2023 13:01:19 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=12885 Albrecht Kessel

Jedes Jahr reden wir von den Lichtern im Advent und an Weihnachten, weil Jesus Licht in unsere Dunkelheit gebracht hat. Das ist schon so oft vorgekommen, dass ich immer denke: jaja, genau, das Licht. Und nicht weiter darüber nachdenke. Was aber derzeit in unserer Welt los ist, das drückt uns aufs Gemüt und macht unsere Welt dunkler. Krieg, Gewalt, Hass sind nicht einfach abstrakte Begriffe, […]]]>
Albrecht Kessel

Jedes Jahr reden wir von den Lichtern im Advent und an Weihnachten, weil Jesus Licht in unsere Dunkelheit gebracht hat. Das ist schon so oft vorgekommen, dass ich immer denke: jaja, genau, das Licht. Und nicht weiter darüber nachdenke.

Was aber derzeit in unserer Welt los ist, das drückt uns aufs Gemüt und macht unsere Welt dunkler.

Krieg, Gewalt, Hass sind nicht einfach abstrakte Begriffe, sondern für uns leider mit Bildern und Nachrichten gefüllt. Russland und Ukraine, Hamas und Israel, Flüchtlinge, die bei uns Schutz suchen, wir schauen oft nicht positiv in die Welt, weil wir wenig Positives finden.

Und plötzlich wird für mich das Bild vom kleinen Licht lebendig. Ach ja, wir haben ja Advent. Wir haben die dunkle Jahreszeit. Wie gut ist es, überall ein paar kleine Lichter anzumachen. Dann haben die Augen immer wieder einen Punkt, an denen sie sich festhalten können. Sie irren nicht in der Finsternis umher, sondern sehen etwas, das ihnen Halt bietet.

Mache dich auf und werde Licht, denn dein Licht kommt. (Jesaja 60,1)

Das ist auch ein Punkt aus der Bibel zum Festhalten. Unser Licht kommt und kämpft gegen die Finsternis an.

Wir gehen auf Weihnachten zu und entdecken, wie das Licht in Jesus auf die Welt kommt. Und wie sein Frieden sich ausbreitet wie das Licht einer Kerze.

Mit einem Schlag wird nicht alles hell. Aber die Dunkelheit hat nicht alleine Macht. Wir suchen Wege wie das Licht sich weiter ausbreitet, wie Jesu Frieden Wirklichkeit wird. Weil wir in ihm unsere Hoffnung sehen.

Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer

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Auf ein Wort https://pfarramt-ottensoos.de/2017/12/auf-ein-wort-9/ Thu, 30 Nov 2017 23:32:15 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=2516 Albrecht Kessel

Graut es Ihnen oder freuen Sie sich? Advent und Weihnachten haben ihre zwei Seiten, ganz klar. Einerseits ist es schön, wenn man sich gemütlich ins Warme setzt und Glühwein mit feinen Plätzchen genießen kann. Andererseits ist es grauenvoll, wenn man nur von einem zum anderen hetzt und auch noch auf Geschenkejagd gehen muss. Zwei Sichtweisen […]]]>
Albrecht Kessel

Graut es Ihnen oder freuen Sie sich? Advent und Weihnachten haben ihre zwei Seiten, ganz klar.

Einerseits ist es schön, wenn man sich gemütlich ins Warme setzt und Glühwein mit feinen Plätzchen genießen kann. Andererseits ist es grauenvoll, wenn man nur von einem zum anderen hetzt und auch noch auf Geschenkejagd gehen muss. Zwei Sichtweisen derselben Zeit.

Für jeden ist es anders, das Lebensgefühl in dieser Zeit.

Wer von einem zum anderen hetzt und hetzen muss, um fertig zu werden, der gerät schnell außer Atem. Wer einen Rhythmus verfolgen kann, der von langsam zu schnell zu langsam geht, der von Ruhe zu Anstrengung und wieder zurückgeht, der hat den längeren Atem.

Die Woche ist von einem guten Rhythmus bestimmt. 5-6 Tage wird gearbeitet und am 7. Tag wird geruht. Da ist Zeit für sich, für die sozialen Kontakte, für Ruhe und auch, seinen Glauben besonders zu pflegen. Zu fordern, wie es derzeit große Kaufhäuser tun, auch am Sonntag verkaufen zu dürfen, geht verantwortungslos mit unserem Lebensrhythmus um, der regelmäßig Phasen von Zeit für Ruhe und Pausen lässt.

Das Jahr ist durch die christlichen Feste und Feiertage strukturiert. Wenn auch jemand religionslos lebt, bekommt er hier einen Rhythmus, der ihm gut tut. Im Advent bekommen wir eine Zeit der Vorbereitung auf das Fest von Gottes Liebe.

Ich finde es gut, immer wieder mit jedem christlichen Fest auf eine andere Facette in unserem Leben hingewiesen zu werden. Und es liegt auch an jedem selbst, diese Facette wahr zu nehmen.

Es ist wichtig, immer mal zu den Quellen zurückzukehren und frisches Wasser zu schöpfen. Abgestandenes schmeckt nicht. In der Jahreslosung für 2018 wird es uns gesagt: Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. (Offenbarung 21, 6). Schöpfen Sie regelmäßig im Rhythmus unseres Kirchenjahres, damit Ihr Glaube frisch bleibt.

Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer

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