Erntedank – Kirchengemeinde Ottensoos https://pfarramt-ottensoos.de Evang. Luth. Kirchengemeinde Ottensoos Sun, 28 Jun 2026 14:00:10 +0000 de hourly 1 Auf ein Wort https://pfarramt-ottensoos.de/2025/10/erntedank/ Wed, 01 Oct 2025 18:30:56 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13534 Albrecht Kessel

Wen ich durch unseren Garten gehe, wachsen mir die reifen Früchte manchmal quasi in den Mund. Die Zibberla fallen reif herunter und werden zu einem Benefizessig für die Kirchensanierung verarbeitet. Die Weintrauben biegen die Reben am Pfarrhaus tief herab und schmecken zu Käse wunderbar. Die Pfirsiche fallen mit roten Bäckchen herunter und geben einen guten Nachtisch. Die Zwetschgen werden von Baum zu Baum unterschiedlich nacheinander reif und […]]]>
Albrecht Kessel

Wen ich durch unseren Garten gehe, wachsen mir die reifen Früchte manchmal quasi in den Mund. Die Zibberla fallen reif herunter und werden zu einem Benefizessig für die Kirchensanierung verarbeitet. Die Weintrauben biegen die Reben am Pfarrhaus tief herab und schmecken zu Käse wunderbar. Die Pfirsiche fallen mit roten Bäckchen herunter und geben einen guten Nachtisch. Die Zwetschgen werden von Baum zu Baum unterschiedlich nacheinander reif und geben einen wunderbaren Pflaumenkuchen, natürlich mit Sahne zu genießen.

Ich gebe zu, dass ich es nicht immer rechtzeitig schaffe, die wundervolle Ernte einzubringen, das schaffen unsere Landwirte perfekt. Aber sie leben auch von den Erträgen. Wenn im Garten Früchte überreif werden und von verschiedenen Tieren gegessen werden (und der Igel ist auch immer in der Dämmerung unterwegs), dann empfinde ich das nicht als Verschwendung von Lebensmitteln, sondern sehe auch hier einen Kreislauf am Werk. Unser Ökosystem lebt davon.

Auf den Feldern ist fast alles eingebracht, beim Schreiben der Zeilen steht noch der Mais auf kurzen Stengeln am Acker. In diesem Jahr gab es den Regen zur falschen Zeit, der Mais wurde dadurch ausgebremst. Auf der anderen Seite haben wir auf der Exkursion der Herbstzeitlose mit Landwirtschaftsdirektor a. D. Werner Wolf vom Tabakbauern im Kammersteiner Land gehört, dass es sich für diese Pflanze gut ergeben hatte. Für die Landwirte ist die Erntezeit immer eine stressige Zeit, denn es darf auf den letzten Metern mit dem Wetter nichts mehr schief gehen. Ich weiß, dass die Bauernfamilien sehr dankbar sind, wenn alles gut gegangen ist und sie die Früchte ihrer Arbeit von einem Jahr sehen.

Wir reden oft von Dankbarkeit. Ich finde aber, dass wir nicht oft genug die Dankbarkeit zum Ausdruck bringen können. Zwischen vielen Dingen, die problematisch sind oder uns den Wind aus den Segeln nehmen, gibt es so viel, wofür wir dankbar sein können. Erntedank ist eine gute Gelegenheit, sich Gedanken zu machen und festzuhalten: dafür bin ich Gott dankbar in meinem Leben.

Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer

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Auf ein Wort https://pfarramt-ottensoos.de/2024/10/ernte/ Tue, 01 Oct 2024 18:03:10 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=13134 Pfarrer Kessel Notfallseelsorge

Ob wir im kleinen Stil säen und ernten oder im großen wie in der Landwirtschaft, wir sind immer gespannt, was raus kommt. Raus aus der Erde, runter vom Strauch und Baum. Oder auch aus dem Blumenkasten. Welche Ernte wir einfahren. Und ob alles klappt, es rechtzeitig zu ernten. Die Ernte lebt vom Timing und ist auch harte Arbeit. Auf dem Seniorenausflug der Herbstzeitlose haben wir mit Werner Wolf als […]]]>
Pfarrer Kessel Notfallseelsorge

Ob wir im kleinen Stil säen und ernten oder im großen wie in der Landwirtschaft, wir sind immer gespannt, was raus kommt. Raus aus der Erde, runter vom Strauch und Baum. Oder auch aus dem Blumenkasten. Welche Ernte wir einfahren. Und ob alles klappt, es rechtzeitig zu ernten.

Die Ernte lebt vom Timing und ist auch harte Arbeit. Auf dem Seniorenausflug der Herbstzeitlose haben wir mit Werner Wolf als Fachmann geschaut, wo das grüne Gold geerntet wird. Auf dem Titelbild stehen wir alle in einem Erntezentrum, in dem innerhalb weniger Wochen die Hopfenernte eines Jahres eingeholt wird. Es riecht natürlich sehr hopfig, die grünen Dolden zeigen mit ihrem frischen Grün, was in ihnen steckt. Es ist auch laut und oben am Trockenboden sehr heiß. Aber am Ende der Verarbeitung kommt ein inhaltsreiches Granulat in klein oder am großen Stück heraus.

Die Erntezeit ist eine spannende Zeit, weil die Anstrengung eines Jahres hier noch einmal seinen Höhepunkt findet, aber dann deutlich wird: das hat uns ein Jahr Arbeit gekostet, das fahren wir als Ernte ein. Im großen Stil bei den Landwirtsfamilien, die sich ganz der Nahrungsmittelproduktion verschrieben haben, oder im kleinen Stil im eigenen Garten oder Balkon. Was wir ernten, macht uns Freude. Es ist auch eine Sache, bei denen alle Sinne beteiligt sind. Und wir danken für die Ernte. Unsere Arbeit steckt drin, aber die eigentliche Arbeit steckt im Zusammenspiel von lebendiger Natur, Boden, Wind, Regen, Sonne. Die Kraft der Produktivität steckt in den Keimen, in den Zellen. Wir danken unserem Schöpfer für die Kraft der Natur. Beim Erntedankfest legen wir etwas von dem vor den Altar, was wir ernten und wofür wir Gott danken. – Am Samstag vor dem Erntedankfest (6.10.2024) sammeln wir am Vormittag Erntegaben in der Kirche. Wir freuen uns, wenn wir auf diese sinnenfreudige Weise Gott danken können. Und der Kindergarten freut sich, sie dann genießen zu können.

Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer

Bildnachweis: Kessel

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Videobotschaft zu Erntedank am 4.10.2020 https://pfarramt-ottensoos.de/2020/10/videobotschaft-21/ Sat, 03 Oct 2020 22:36:27 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=8253

Bildnachweis: Kessel]]>

Bildnachweis: Kessel

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Auf ein Wort https://pfarramt-ottensoos.de/2016/10/auf-ein-wort/ Sat, 01 Oct 2016 22:01:59 +0000 https://pfarramt-ottensoos.de/?p=97 Albrecht Kessel

In der Kirche wird es wieder recht bunt zugehen, wenn unser Mesner Klaus Kratzer die Kirche für Erntedank schmückt. Gelbe Sonnenblumen und goldener Mais, braune Kartoffeln und grüne Trauben, rote Äpfel und blaue Zwetschgen und über allem die Erntekrone. Die Erntegaben werden aber weniger, so ist der Eindruck bei einem Blick in die Kirche. Das […]]]>
Albrecht Kessel

In der Kirche wird es wieder recht bunt zugehen, wenn unser Mesner Klaus Kratzer die Kirche für Erntedank schmückt. Gelbe Sonnenblumen und goldener Mais, braune Kartoffeln und grüne Trauben, rote Äpfel und blaue Zwetschgen und über allem die Erntekrone. Die Erntegaben werden aber weniger, so ist der Eindruck bei einem Blick in die Kirche. Das muss auch nicht wundern, gibt es doch die schönen Bauerngärten mit ihrem reichen Inhalt nicht mehr an jedem Gehöft. Es wird nicht mehr so viel geerntet.
Aber stimmt das?
Geerntet wird immer noch viel, aber es ist nicht mehr so einfach sichtbar. Wenn an diesem Fest der Dank für ein erfolgreiches Jahr ausgedrückt werden soll, dann könnte der Schüler auch die Urkunde über den Schulabschluss hinlegen oder die Geschäftsfrau die Jahresbilanz der Firma. Damit könnte ausgedrückt werden: „Ich danke dir, Gott, dass du mir geholfen hast.“
Genau das war und ist der Sinn des Erntedankfestes: Dass man Bilanz zieht über die Ernte eines Jahres und Gott für seinen Anteil am Gelingen dankt.
Ich bin gespannt, ob nach diesen Gedanken nicht noch ganz andere Dinge in die Kirche gelegt werden: Ein Babystrampelanzug. Die Urkunde zur Goldenen Hochzeit. Das aus Dank gemalte Kinderbild.
Was könnten wir in die Kirche legen, um unseren Dank für die Erfolge eines Jahres auszudrücken?

Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer

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