Wiedereinweihung St. Veit
Großer Festtag am Palmsonntag
Zur Veitshymne, sozusagen dem Mottolied der Kirchensanierung, zogen Dekan Schäfer, Pfarrer Kessel, der Kirchenvorstand und beteiligte Planer und Handwerker durch das Blumenspalier des Kinderhauses Regenbogen in die Kirche ein. Das war für alle ein sehr bewegender Moment.
Flotte Lieder hatten die Kinder für die Gemeinde angestimmt, bevor sie in den Kindergottesdienst entlassen wurden.
Welche Aufgaben waren im vergangenen Jahr zu bewältigen?
Das stellten Andrea Falkner und Birgit Lehmeier in einem launigen Dialog vor Augen. Der eigentlichen Sanierung gingen schon Planungen, Schadensaufnahmen und Anträge zur finanziellen Unterstützung bei den verschiedensten möglichen Geldgebern voraus. Damit war schon der vorherige Kirchenvorstand gut beschäftigt gewesen.
Nach der Konfirmation 2025 ging es dann richtig los und der Bauausschuss mit Pfr. Kessel, Architekt Manfred Hofmockel, Kirchenpflegerin Dagmar Schienhammer und den Kirchenvorsteherinnen Andrea Falkner und Nadine Luber trafen sich regelmäßig, oft wöchentlich, um die anstehenden Arbeiten zu besprechen und mit den Handwerkern zu koordinieren.
Drei große Bereiche standen an:
- die Ausbesserungen an den vielen teilweise morschen Dachbalken
- das Verfugen von Rissen im Mauerwerk und das Verhindern des Auseinanderdriftens der Mauern durch das Einfügen von Nadelankern
- die Bekämpfung des Salpeters im Mauerwerk und das anschließende Streichen. Hierbei war es besonders zeitraubend, dass die alte Dispersionsfarbe komplett abgekratzt werden musste.
Dazu kamen die kleineren Arbeitsbereiche, neue sparsame LED-Lampen, eine neue Verstärker- und Schließanlage, WLAN, ein Windfang aus Glas und die Informationswand hinten beim Eingang.
Nicht alles war bei der Wiedereinweihung schon fertig.
Zu allen diese Erläuterungen stellte Ute Pürkel biblische Parallelen her, die häufig aus dem Bericht über den Tempelbau Salomos stammten. Bei den Aufgaben aus dem Bereich Elektrik gelangen aus bekannten Gründen natürlich keine biblischen Parallelen.
Ganz wichtig war es dem Vorbereitungsteam des Gottesdienstes auch allen zu danken, die zum Gelingen beigetragen hatten, allen voran natürlich den Handwerksbetrieben aber auch allen, die durch finanzielle oder zeitliche Unterstützung dabei beteiligt waren, dass es gelungen war, in der relativ kurzen Zeit von etwas über einem Jahr die angestrebte Summe von 100 000 € für die Sanierung zu sammeln, das waren einerseits viele, viele Spenden aber auch das Kirchgeld, das dem Zweck gewidmet wurde.
Besonders eindrucksvoll war die „Hymn“ von Barclay James Harvest , die Martin Wagner mit den Chören, Harald Braun an der Orgel, Pfr. Kessel und Gerhard Schlagbaum an den Gitarren, Percussion mit Otto Fürsattel sowie einigen Bläsern des Posaunenchors zu einem Gesamtgemeinde-Musikstück vereint hatte, so dass nach Aussage einer Gottesdienstbesucherin sogar die Empore bebte.
Dekan Tobias Schäfer hielt die Festpredigt und legte die Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“ an diesem Festtag aus. Es erscheint so, als wäre die Losung speziell für die Ottensooser ausgesucht worden!
Außerdem nahm er gemeinsam mit Pfr. Kessel eine Weihehandlung vor und wünschte, dass die Kirche St. Veit auch weiterhin das geistliche Zentrum des Dorfes bleibt und Menschen bei wichtigen Lebensabschnitten begleitet.
Im Anschluss wurde noch zum Kirchenkaffee geladen und viele ließen sich einladen, auch um die Bilderausstellung mit Informationen zu Sanierung und Vorher-Nachher-Aufnahmen zu sehen.
Wer wollte, konnte auch noch eine Kirchenführung machen und sich z.B. von dem instand gesetzten Gebälk am Dach überzeugen.
Natürlich steht und fällt ein Festgottesdienst auch mit der Musik und so war es wunderbar, dass neben dem Posaunenchor und dem Frauensingkreis auch der Männergesangverein, der kein kirchlicher Chor ist, wieder seine Bereitschaft zugesagt hatte, bei dieser wichtigen Begebenheit dabei zu sein.
Dieser Festtag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben!
Wie sagte Pfarrer Kessel zur Begrüßung: Alle paar 60 Jahre gibt es so eine Aufgabe. Die letzte Sanierung war 1962 gewesen!
Bildnachweis: Huth









