Der ehemalige Hochaltar Seite 1

Zum Abschluß der Restaurierung der gotischen Altartafeln

Von Arnulf Elhardt

Weithin sichtbar lädt das spitze Ziegeldach der evangelischen Kirche in Ottensoos in einen Kirchenraum ein, dessen Ausstattung manchen Besucher überrascht, der die B 14 einmal verläßt, um dieses eher übersehene Kleinod aufzuspüren. In der Tat hat das spätgotische Gotteshaus mit seinem Kreuzrippengewölbe eine Reihe von Kostbarkeiten bewahrt, die mitunter versierten Kennern des fränkischen Landes verborgen sind.

Wer das Gotteshaus betritt, mag zunächst übersehen, daß auf der Nordseite unter der Empore seit einiger Zeit Tafeln angebracht sind; viele andere Einrichtungsgegenstände ziehen den Blick auf sich.1)    Erst seit 1992 hängen zwei restaurierte Bildtafeln dort.2)    Seit Dezember 1995 haben zwei weitere Altartafeln daneben ihren Platz gefunden. Die Predellenbretter vervollständigen nun das Retabel des ehemaligen Hochaltars.

Was ist das besondere Ergebnis dieser Wiederherstellung? Abgesehen von den hochinteressanten Umständen dieser Restaurierung ist das die Tatsache, daß Mittelfranken nun neue gotische Altartafeln besitzt, die es bisher nicht gab. Ein kurzer Streifzug durch die Geschichte dieser Tafelbilder soll diese Aussagen verdeutlichen.

Anmerkungen:

  1. vgl. Die Kunstdenkmaler von Bayern, XI Landkreis Lauf an der Pegnitz, hg. Werner Meyer u. Wilhelm Schwemmer, München 1966, S. 352-374.
  2. vgl. Arnulf Elhardt, Der Ottensooser Schmerzensmann in: Fundgrube, Beilage der Pegnitz-Zeitung für Heimatkunde und Lokalgeschichte, Lauf, 34. Jg. 1993, Heft 3, S. 6-9.