Auf ein Wort
mit Pfarrer Albrecht Kessel
Auf ein Wort
Die Sache mit dem Format
Wenn jemand von Format ist, dann ist der wer. Der hat es drauf und wird gesehen. Alle staunen: oh, schau mal, was der kann.
Wer unseren Kirchenboten im neuen Format in der Hand hat, staunt sicherlich auch: Oh, was ist denn das für ein Format? Ist das der Kirchenbote von Schönberg oder von Reichenschwand? Nein, hier steht ja „Ottensoos“.
Und dann kommt es ein bisschen darauf an, ob jemand das Gewohnte liebt oder gerne auch mal was Neues ausprobiert.
Ich gebe es zu: ich liebe das Gewohnte. Jeden Morgen Kaffee und Müsli und dabei die Zeitung lesen. Wenn die mal nicht im Briefkasten liegt, dann bin ich aufgeschmissen.
Unser Kirchenbote im neuen Format durchbricht das Gewohnte. Was folgt daraus? Wir schauen, was daraus wird. Wir gleichen die Formate in der Region an. Wir haben nun mehr Platz auf einer Seite, dafür aber weniger Seiten. Manches muss neu angeordnet werden.
Hier auf der zweiten Seite findet das Impressum seinen Platz, was sonst auf der vorletzten Seite zu finden war. Manches dreht sich um und einiges ordnet sich neu.
Ich denke hier weiter und komme gedanklich auf Pfingsten. Es steht vor der Tür, aber nicht im Mittelpunkt. Wir nehmen die Ferien gerne an. Aber was fangen wir mit dem Fest an?
Pfingsten durchbricht das Gewohnte und stellt um auf ein neues Format: Gott ist nicht nur der „Durchbrecher aller Banden“ und Türöffner für ein neues Leben. Er ist auch der „Mutmacher“, der uns wach küsst. An Pfingsten macht Gott deutlich: ich bin und bleibe wirksam.
Der Hl. Geist gibt Mut und Kraft, ist Energie und durchdringt unsere Welt. Wir sind nicht den Kräften dieser Welt allein ausgesetzt. Und das ist der Mutmacher: Gott ist mit einem neuen Format bei uns. Da sortiert sich manches neu. Türen öffnen sich. Es ist gut, wenn wir mit offenem Herzen dort hindurchschauen und für Veränderungen offen sind.
Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer
P.S.: Den neuen Kirchenboten gibt es hier
Ältere Beiträge
Auf ein Wort
Vor zwei Monaten habe ich an dieser Stelle über die Passionszeit geschrieben: unser Leiden ist in Jesu Leiden eingezeichnet und wir sind dadurch auch in den Lebenseinbrüchen nicht alleine. Da wusste ich noch nicht, wie weit hinunter es noch geht. Und dass Putin zu dem Zeitpunkt schon längst den Überfall auf die Ukraine beschlossen hatte. Wir sind nicht direkt davon betroffen. Die Hamsterkäufe von Mehl sind […]
Auf ein Wort
Am Aschermittwoch beginnt die Passionszeit. Mir kommt es aber so vor, als ob wir schon seit bald zwei Jahren in der Leidenszeit sind. In der Passions-Zeit denken wir an den Leidensweg, den Jesus gehen musste. In der „Corona-Zeit“ seit Mitte März 2020 sehen wir das Leid, das viele Menschen durchmachen müssen. Wobei sehen nicht ganz stimmt. Sehr viel ist verborgen, nicht im Blick der Öffentlichkeit. Und das Leid […]
Auf ein Wort
Wie sah die Welt vor zwanzig Jahren aus? Und was ist in der Zwischenzeit alles passiert? Ich finde das schwer abzuschätzen. Aber wenn ich mir überlege, wie alt wir als Familie vor zwanzig Jahren waren, da wird es deutlich, dass das eine sehr lange Zeitspanne ist. Das Team vom Friedensgebet hat mit einem Gottesdienst Jubiläum gefeiert. Vor zwanzig Jahren gab es mit einem […]
Auf ein Wort
Der Spruch stand als Grafitto an einem Treppenaufgang unserer Schule und ich habe weder das eine Wort noch das andere verstanden. Aber ich bekam mit, dass es in den 1980er Jahren um das Thema Frieden ging. Es sollten durch die Amerikaner, die auch in meiner Geburtsstadt Kitzingen große Kasernen und einen Militärflugplatz hatten, keine Pershing II-Raketen in Deutschland stationiert werden. Das waren große Atombomben […]
