Auf ein Wort
Alles wird neu!
Mit dieser Jahreslosung sind wir gestartet und es fühlt sich großartig an! Die Kirchensanierung muss noch innen fertig werden. Jetzt ist Eile angesagt, denn wir wollen Ende März kurz vor Ostern die Wiedereinweihung feiern. Und es gibt schon noch einiges zu tun. Aber Ostern und Konfirmation sollen unbedingt in der Kirche stattfinden, also setzen wir alles daran, dass es klappt. Zumindest im Großen und Ganzen. Kleinigkeiten können natürlich noch nachgearbeitet werden. Auf der Spendenuhr ist unser erstes Ziel von 100.00 Euro bald erreicht, nur noch eine kleine Fläche ist übrig; wenn die Kirche fertig ist, werden wir in der Abrechnung sehen, was wir noch zusätzlich beisteuern müssen.
Alles wird neu! Aber natürlich stimmt das so nicht. Wir stellen die Kirche wieder her, damit wir sie die nächsten Jahrzehnte weiterhin gut als spirituelles Zentrum nutzen können. Dachgebälk und Mauern sind wieder gefestigt. Aber es wird sich nicht so viel verändern. Vor allem im Eingangsbereich gibt es eine Auflockerung. In neue Technik mit Licht und Ton wird investiert. Aber der Blick in die Kirche bleibt der gleiche. Für die einen eine gute Nachricht, andere werden es bedauern.
Auf der anderen Seite ist der Kirchenvorstand mit den neuen Strukturen beschäftigt. Wir schließen uns immer weiter in der Region zusammen und wir werfen auch darüber hinaus noch einen Blick, da sich die Rahmenbedingungen in unserer Landeskirche so schnell verändern. Also doch alles neu? Ich denke, im Vertrauen auf den Gott, der das sagt, lassen wir so manches los, was uns bisher begleitet hat, um zu sehen, was davon bleibt und was sich verändert und zu etwas Neuem wird. Alt ist manchmal vertraut und bodenständig, manchmal überholt und nicht mehr von dieser Welt. Neu ist manchmal genau richtig und zukunftsfähig, manchmal zu viel oder führt nicht weiter. Es geht darum, sich dem anzuvertrauen, der das sagt: Siehe ich mache alles neu. Es braucht manchmal die Veränderung, um das zu behalten, wie es war; und es braucht den Blick für das, was bleiben soll, um den Weg weiter gehen zu können.
Das wird uns nicht nur in diesem Jahr begleiten.
Ihr Albrecht Kessel, Pfarrer
