Auf ein Wort
Die Ferien stehen vor der Tür, wir haben die Auszeit schon in greifbarer Nähe. Sommerfeste lassen uns aber noch einmal zur Höchstform auflaufen, es ist schon fast so stressig wie in der Vorweihnachtszeit. Ich freue mich trotz aller schöner Veranstaltungen darauf, dass es eine Zeitspanne gibt, in der einmal nichts passiert.
Das Gute daran ist, dass dann Zeit bleibt, um den eigenen Gedanken nachzuhängen. Und da fällt dann auf, was alles an Gutem und Überraschendem geschehen ist. Manches geht im Alltag so schnell vorbei, dass es gar nicht so richtig auffällt. Oder ich gehe zu schnell darüber hinweg und koste es gar nicht aus.
Da denke ich jetzt an das Team der Rasselbande, die eine große Gruppe an Kindern betreut und immer eine Gruppenstunde anbietet. Und mein Highlight: das Team macht weiter. In leicht anderer Besetzung, aber die erlebnissreichen Freitage in der Rasselbande gehen weiter, die Kinder können hier mit anderen Kindern eine tolle Zeit erleben.
Und ich denke an das Team der Bücherei, das so viele Veranstaltungen anbietet, dass für jeden etwas dabei ist. Hier wird von Spielenachmittagen für die ganze Familie über Bastelstunden für Kinder bis zu Krimilesungen für Erwachsene eine für die Größe unserer Bücherei ungewöhnlich große Bandbreite angeboten.
Wenn ich so weiterdenke, kommen meine Gedanken natürlich auf unsere Kirchenrenovierung. St. Veit ist bald fertiggestellt, der Windfang ist eingebaut, die Infowand an der Rückseite der Kirche ist aufgehängt. Ich sehe, dass sehr viele sehr unterschiedliche Menschen zusammengearbeitet haben, um die Kirche als religiöses Zentrum für die Zukunft zu sichern. Und so manches Hindernis wurde doch überwunden, obwohl es zwischendurch unlösbar zu sein schien.
Es tut gut, die Gedanken schweifen zu lassen und in die Langeweile zu gehen. Denn da passieren die wichtigen Dinge, für die im Alltag kaum Zeit bleibt: wahrzunehmen, was mir an wunderbaren Dingen begegnet, die Dankbarkeit in mir anschwellen zu lassen, die guten Gefühle festzuhalten und so mich mit allem Guten verbunden zu fühlen.
Eine frohe Sommerzeit wünscht Ihnen Ihr
Albrecht Kessel, Pfarrer
