Schwerpunkt
Ergebnisse der Kirchenvorstandswahl
Persönliche Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten
Beim Gemeindeabend vor der Kirchenvorstandswahl hatten sich die Kandidat/innen mit einem Symbol der Gemeinde vorgestellt. Allen war abzuspüren, dass sie sich auf die neue Aufgabe freuen und sich mit Elan einsetzen werden.
Erfreulich auch, dass viele äußerten, dass sie ganz offen auf die anstehenden Herausforderungen zugehen und flexibel sind, was im Einzelnen getan werden muss.
Mancher in der Gemeinde mag sich gedacht haben, dass sechs Stimmen bei der Auswahl knapp sein werden.
Wegen eines Chorwochenendes konnte Ute Rachinger nicht persönlich da sein, hatte aber als Symbol ein Netz vorbereitet mit dem passenden Text dazu.
- Gerhard Schlagbaum
- Hannelore Schmauß
- Karin Sußner
- Ingrid Straußner
- Ute Pürkel
- Nadine Luber
- Judith Ostheimer
- Hannah Häberlein
- Andrea Falkner
- Birgit Lehmeier
- Birgit Adelmann
Ergebnisse der Kirchenvorstandswahl 2024
Die Kirchenvorstandswahl 2024 hatte eine sehr gute Beteiligung. Es haben von den 1065 Wahlberechtigten 52,8% einen Stimmzettel abgegeben. Der landeskirchliche Durchschnitt genauso wie der Durchschnitt in unserem Dekanat beträgt 33,3%.
Leider waren bei unserer Wahl von den 562 Stimmzetteln 35 nichtige dabei, die keinem Namen zugeordnet werden konnten. Die Wahl ist natürlich geheim, es wird aber überprüft, ob die wählende Person auch wahlberechtigt ist. Wo dies nicht geschehen kann, muss der Stimmzettel als nichtig gewertet werden.
Der Anteil der Briefwähler war mit 490 wieder sehr hoch. Es war sehr erfreulich, dass über 36% der Erstwähler unter 16 Jahren und fast 30% der 16 bis unter 20jährigen dabei waren.
Gewählt wurden
- Andrea Falkner
- Hannah Häberlein
- Nadine Luber
- Ute Pürkel
- Ingrid Straußner
- Karin Sußner
Dieser wahlberechtigte Kirchenvorstand hat in der Berufungssitzung noch
- Birgit Lehmeier
- und Gerhard Schlagbaum
aufgenommen und beschlossen, dass die vier Ersatzleute
- Birgit Adelmann
- Ute Rachinger
- Judith Ostheimer
- und Hannelore Schmauß
Teil des erweiterten Kirchenvorstands sind, die im Gremium mit beraten.
Am 1. Advent wird der neue Kirchenvorstand im Gottesdienst um 9.30 Uhr in sein Amt eingeführt. Im Anschluss kann man beim Kirchenkaffee im Gemeindehaus noch ins Gespräch mit den Mitgliedern des Gremiums kommen. Auch dazu ergeht herzliche Einladung.
Weitere Informationen zum neuen Kirchenvorstand finden sich hier.

A. Kessel

Nachdem Elfriede Deinzer 44 Jahre Kirchenvorstandsarbeit geleistet hat, davon 42 in Ottensoos, steht hier an besonderer Stelle ein besonderer Dank. Nachdem sie in den Ruhestand getreten war, dachte ich, dass sie selbstverständlich weiter im Kirchenvorstand antreten werde. Ich kannte es wie auch viele in Ottensoos nicht anders. Da sie jetzt Jahrzehnte der KV-Arbeit überblicken kann, steht sie dazu, dass ein Wechsel angesagt ist. Und das macht eine ihrer Qualitäten aus: sie kann sich zurücknehmen und muss nicht vorne dran stehen. Aber sie hat die Stelle sehr gut ausgefüllt. Als Vertrauensfrau wurde sie oft auf vielerlei angesprochen und musste auch so manche Entscheidung des Kirchenvorstands verteidigen. Sie nahm alle ernst, die mit einem Anliegen kamen und gab zuverlässig weiter, was besprochen werden musste. Als Gesicht des Kirchenvorstands hatte sie oft das Wort ergriffen und bei offiziellen Anlässen diese vertreten. Sie war auch meine Ansprechpartnerin und konnte mir immer guten Rat geben, wenn ich nicht mehr weiter wusste. Als Mitglied und im Vorstand der Dekanatssynode diskutierte sie Landesstellenplan und andere schwierige Themen auch im Dekanatsausschuss, im Lenkungsausschuss brachte sie ihre Kompetenz ein, alle im Dekanat zu sehen. Nicht alles wird sich ändern: Sie wird Dekanatsbeauftragte für die Partnerschaft mit Wantoat in Papua Neuguinea bleiben. Und wir hoffen, dass sie auch hier weiter für den Frauenkreis, den Fairen Handel, die Kleidersammlung und Weihnachtspäckchenaktion für die Rumänienhilfe und noch so manches andere da ist.
A. Kessel
Anekdoten der Kirchenvorstandsarbeit
Das stille Örtchen
Es ist schon viele Jahre her, da bat mich der Pfarrer, die in die Jahre gekommene Pfarramtstoilette renovieren zu lassen. Die Handwerker kamen und schließlich war das „Örtchen“ fertig.
Zu dieser Zeit hatte sich unser damaliger Landesbischof Friedrich zu einem Besuch in Ottensoos, ich weiß gar nicht mehr warum, angemeldet. (Anmerkung der Redaktion: Das war im Februar 2003 anlässlich der 1100-Jahrfeier der Gemeinde Ottensoos)
Der Tag kam, vor dem Pfarrhaus standen Posaunen- und Kinderchor bereit und dann kam er auch, stieg aus dem Auto und ging auf den Pfarrer zu, der Kinderchor setzt ein und da – eine Handbewegung des Pfarrers: Die Kinder verstummen wieder. Der Pfarrer flüstert mir zu: „Herr Friedrich muss mal auf die Toilette, gehen Sie schnell mit ihm!“ Den Landesbischof führte ich dort hin und er weihte dann durch persönliches „Wasserlassen“ die neue Pfarramtstoilette ein – welche Ehre! Herr Friedrich kam ins Freie und alles ging wie vorgesehen weiter.
Zwaa Fläschler Bier
Es ist schon lange her – die Kirchenvorstandssitzung ist zu Ende – es ist wieder spät geworden, alle packen ihre Sachen und verabschieden sich, da sagt der Pfarrer zu mir: „Wir hätten noch was zu besprechen.“ Ich solle noch auf ein Bier mit ins Wirtshaus gehen. In Ordnung, doch der „Stutz“ hat schon geschlossen, was nun?
„Ah“, sagt der Pfarrer, „ich weiß was!“
…jetzt weiß ich noch zu berichten, dass zu dieser Zeit die Kirchhofmauer saniert wurde und hier tagsüber Steinmetze beschäftigt waren. Der Pfarrer ging wieder in Richtung alter Friedhof und sagte zu mir: „Komm mit!“ Es war ziemlich finster auf dem Friedhof, wir gingen bis zum Wasserbecken, wo man die Kannen füllt.
Der Pfarrer krempelte seinen rechten Ärmel hoch und griff tief ins Wasserbecken. Und da hatte er eine Bierflasche in der Hand, die gab er mir und dann kam noch eine, beide wurden geöffnet. Wir setzten uns auf die Bank und besprachen bei einem kühlen Bier noch Wichtiges. Wir waren fertig, die Flaschen waren leer. Jetzt nahm er die Flaschen, befüllte sie mit Wasser und der Kronkorken kam wieder drauf und zurück mit den Flaschen ins Wasserbecken.
Christus hatte Wasser zu Wein verwandelt und unser Pfarrer Bier zu Wasser – auch nicht schlecht, es geschehen doch noch Wunder!
Dä Riesen-Schlooch
Es war wieder einmal ein stürmischer Tag, es regnete heftig und der Abend zuhause war gemütlich und geborgen, da läutete das Telefon – der Pfarrer war dran. Er hatte festgestellt, dass es in die Glockenstube reinregnet und da wären elektrische Anlagen und da müsse man etwas unternehmen. Jetzt muss ich erst noch berichten, dass damals die Eindeckung des Turms in schlechtem Zustand war und es an vielen Stellen hereinregnete. Grund dafür waren die Sturmklammern, die jeden Ziegel auf der Lattung festhielten, die waren aus Eisen und waren durchgerostet.
Ich traf mich dann mit dem Pfarrer in der Kirche und wir stiegen im Turm bis zur Glockenstube, in die es an einigen Stellen von oben hereintropfte. Ich stieg dann über die Glockenstube auf die Balkenlage, ohne Boden, die konstruiert ist wie ein riesiges Wagenrad. Dort waren bereits Folien ausgelegt, teilweise schon in Fetzen. Ich habe gerade versucht, die Folienstücke zurechtzurücken, da gab es einen Riesen-SCHLAG und ich hatte die Hosen voll – ich hatte vergessen, es war „Viertel“ und ich stand zwei Meter über der Glocke auf dem Balken. Ich wollte dann nur noch heim!
Der Kirchturm erhielt dann eine neue „Mütze“ und es war wieder trocken.
Bildnachweis: Huth
Ältere Beiträge
Konfirmation – wie war das denn früher, als die Zeiten noch schlechter waren?
In diesem Jahr fand in Ottensoos am Weißen Sonntag wegen der Corona-Pandemie keine Konfirmation statt, ein wohl einmaliger Vorgang in der Ottensooser Kirchengemeinde. Allerdings gab es einen weiteren Jahrgang, bei dem die Konfirmation nicht in den altbekannten Bahnen verlaufen konnte und das war der Konfirmandenjahrgang 1945. Für diesen Kirchenboten wurden Konfirmanden der Jahrgänge 41/ 43/ 45 und 48 befragt, wie Konfirmation damals vonstatten ging, aber zunächst soll es […]
Gedanken und Erlebnisse von Gemeindegliedern in Zeiten von Corona
Karfreitag und Ostern ohne Präsenzgottesdienste, das wäre vor der Coronakrise undenkbar gewesen. Aber die Pandemie hat nahezu alle Lebensbereiche erfasst und so auch das kirchliche Leben. Die Aussicht auf nicht stattfindende Ostergottesdienste in der vertrauten St. Veit Kirchehatbeiunsdieösterliche Vorfreude schon stark gedämpft. So blieb die Hoffnung auf die angekündigten youtube-Gottesdienste. Wenn wir auch dem technischen Fortschritt oftmals mit mehr oder weniger Skepsis begegnen, haben diese Gottesdienste jedenfalls gezeigt, dass Digitalisierung und Internet auch zum Segen werden können. Herr Pfarrer Kessel hat es verstanden, unter Nutzung der technischen Möglichkeiten, die Osterbotschaft in die Häuser zu bringen. Die Osteransprache in Verbindung mit musikalischer Umrahmung haben wir als beruhigendundhoffnungsvollempfunden. Für die Zukunft wünschen wir uns wieder Gottesdienst in der schönen Kirche St. Veit und zwar ohne Mundschutz, Platzabstände und Platzkontingentierung.
Weltgebetstag
Seit wann gibt es eigentlich schon den Weltgebetstag? Der Beginn des WGT liegt im Jahr 1887, als presbyterianische Frauen in den USA, die an die Kraft des Gebetes glaubten, dazu aufriefen, für die Opfer des amerikanischen Bürgerkrieges zu beten. Schon damals ging es neben dem Gebet auch um das Handeln, um die Not der Armen zu […]
Gäste aus Papua
Was lange währt… wird endlich gut! Nach dem Besuch einer Jugenddelegation aus dem Dekanat Hersbruck in Wantoat im Jahr 2017 sollte es eigentlich im letzten Jahr schon einen Rückbesuch von jungen Menschen geben, doch scheiterte dieser an verschiedenen bürokratischen Hürden. Auch in diesem Jahr galt es einige Klippen zu umschiffen, so dass die Freude groß […]
Die Liturgischen Farben
Ist es Ihnen bewusst, dass die Farben der Paramente am Altar und an der Kanzel im Verlauf des Kirchenjahres wechseln? Vielleicht haben Sie es im Konfirmandenunterricht gelernt, dass die jeweiligen Farben eine bestimmte Bedeutung haben und nicht dem Geschmack des Pfarrers unterliegen, sondern für die evangelischen Kirchen seit dem 16. Jahrhundert vorgeschrieben sind. Die liturgischen […]
7 Wochen ohne
Fasten – ist das überhaupt etwas für evangelische Christen, ist das nicht eher katholisch und von Martin Luther für uns abgeschafft worden? In der Tat galt den Reformatoren das Fasten als gutes Werk, mit dem man Gott gnädig stimmen wollte und das somit dem reformatorischen Glaubensgrundsatz widerspricht, dass die Rechtfertigung vor Gott allein aus dem […]











